Über Franka

Ich bin Franka. Ich bin Ost-Deutsche, ein DDR-Kind. Ich bin außerdem Mutter.
Ich bin auch promovierte Wissenschaftlerin für Umwelt- und Energietechnik und arbeite als Projektmanagerin für Digitalisierung und Migration. Dass ich jetzt hier in Magdeburg als freie Kandidatin für den Bundestag antrete, passiert also gar nicht so unbegründet: Meine eigene Geschichte (die gleich folgt), mein Wissen und dass die letzten 20 Jahre nichts passiert ist, im Vergleich zu dem, was hätte getan werden müssen, bringt mich an diesen Punkt. Und es wird spannend!

Schon in meiner Jugend war ich fasziniert von Menschen, die neue Dinge ausprobierten. Ich entwickelte also mit einigen Mitschülerinnen einen Vorschlag für die Mülltrennung auf dem Schulhof, sammelte Unterschriften für den „Informatikunterricht“ und so weiter. Vom Job meiner Eltern geprägt, deren Aufmerksamkeit ich und meine Schwester mit vielen Heimkindern geteilt haben, geht es auch in meinem Leben nicht darum, ausschließlich für mich zu sorgen.

Für mich gehört Wissen, Haltung und Handlung zusammen. Schon 2000 war klar: Klimaschutz muss eigentlich höchste Priorität haben. Deshalb habe ich mich für ein Umwelt- und Energietechnik Studium in Magdeburg entschieden. Mein Ziel war die Entwicklungszusammenarbeit mit Technologie. Ich war in Brasilien und forschte zu neuen Materialien, baute und plante später Solaranlagen u.a. mit dem Ingenieure ohne Grenzen e.V. in Tansania und Mosambique. Das war eine sehr erkenntnisreiche Zeit, in der ich auch gelernt habe, dass die Technologie allein nicht der Schlüssel zu Veränderung ist.

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Also blieb ich nach meinem Aufenthalt in Brasilien an der Uni, um zu forschen und auf akademischen Weg Entwicklungspotentiale zu fördern und Menschen darin auszubilden. Mit fortschreitender Zeit und wachsender Erkenntnis wird immer deutlicher: Wir müssen endlich handeln in Bezug auf Klimaschutz und Energiewende. Die Schubladen der Wissenschaft sind gefüllt mit fantastischen Lösungen, die weiterentwickelt werden wollen. Mir ist klar geworden, dass die Probleme auf einer anderen Ebene geregelt werden müssen – auf der politischen! Dort fehlt jedoch bisher offensichtlich der Wille, Menschen und sogar folgenden Generationen zu helfen, ein sicheres und gutes Leben zu führen. Nach Abschluss meiner Doktorarbeit 2017 befasste ich mich dann intensiv mit neuen politischen Ansätzen und stieg noch stärker in die Organisation zivilgesellschaftlichen Engagements ein.

In den letzten 2 Jahren konnten wir mit Fridays For Future, Extinction Rebellion, Solidarisches Magdeburg und Seebrücke hier in Magdeburg einiges bewegen. Ich sehe, wie sich immer mehr Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen den Bewegungen anschließen oder sie unterstützen. Was mich antreibt, ist ein Verantwortungsgefühl – gegenüber meinem Sohn, gegenüber den Menschen, die ich überall auf der Welt kennengelernt habe, gegenüber meiner Nachbarin, die nicht die gleichen Chancen im Leben hatte wie ich. Besonders der Fakt, dass unsere jetzigen politischen Entscheidungen im Bereich Klimagerechtigkeit, die Zukunft von Millionen Menschen bestimmen, macht mich demütig, manchmal ohnmächtig, aber eben auch ausreichend kämpferisch für das, was jetzt kommt.

Also…

 

 

Ich hab schon oft gekämpft und erlebt, was passiert, wenn man dran bleibt gegen alle „das wird doch nix“-Vermutungen. Es nicht versucht zu haben, tatenlos zugeschaut zu haben, wie wir unsere Lebensgrundlagen zerstören und meinem Sohn keine Antworten geben zu können, wenn er mal fragt „Was habt ihr dagegen unternommen“, sind für mich keine Optionen. Wir alle sind verantwortlich. Das zu tragen ist schwer, aber gemeinsam ist es zu schaffen… Komm an Bord.

Bleib doch

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